Zwei Familien, klare Regeln, ein harmonisches Ganzes: Antriebs- und Korrekturwellen lassen sich vollständig ordnen. Und weil Märkte fraktal und proportional sind, verraten die Größenverhältnisse der Wellen ihre Verwandtschaft — über Fibonacci und über die Zeit.
Jedes Muster gehört genau einer von zwei Familien an. Antriebsmodelle bewegen den Markt mit dem Trend, Korrekturmodelle dagegen. Jede Karte führt zum Lehrstück. Klicken Sie sich durch.
Einfache Korrekturen sind Zigzag, Flat und Dreieck. Kompliziert wird es, wenn sich mehrere zu Ketten verbinden — und diese Ketten dehnen sich in zwei Dimensionen: in den Preis (Tiefe) oder in die Zeit (Breite).
Verkettete Zigzags (DZ, TZ) sind scharf und greifen tief in den Kurs. Sie verlängern die Korrektur vor allem in der Preis-Dimension — der Markt fällt (oder steigt) weiter, als ein einzelner Zigzag es täte.
DZ = W-X-Y · TZ = W-X-Y-XX-Z
Charakter: steil, gerichtet, „deep correction"
Verkettete Seitwärtsmuster (D3, T3) verbrauchen Zeit. Sie dehnen die Korrektur in die Zeit-Dimension — eine zähe, waagerechte Konsolidierung, die kaum Preisboden gewinnt.
D3 = W-X-Y · T3 = W-X-Y-XX-Z
Charakter: flach, seitwärts, „long correction"
Wellen stehen über Fibonacci in Beziehung — und Wellen mit gleicher Rolle ähneln sich in Charakter und Länge. Drei der wichtigsten Harmonien:
Welle 3 (Antrieb) und Welle C (Korrektur-Abschluss) sind beide die „durchschlagende" Bewegung ihres Musters — sie ähneln sich in Schwung und oft in Länge.
Ebenso steht Welle Y einer Kombination in Beziehung zu den antreibenden Dritteln und C-Wellen: Sie übernimmt deren Rolle als kräftiger zweiter Schub und gleicht ihnen häufig in der Länge.
Die beiden Korrekturen eines Impulses gehören zusammen — und ihre Beziehung ist eine Zeit-Beziehung. Setzt man die Dauer von Welle 2 auf 100 %, so dauert Welle 4 typischerweise das 1- bis 2-fache, im Rahmen von 50 % bis 250 %. Verschieben Sie die Dauer von Welle 4.
Weil Märkte fraktal sind, verrät die Breite einer Korrektur ihren Grad. Liegt eine Korrektur weit unter 50 % der Vergleichswelle, gehört sie meist einer kleineren Ebene an — sie ist nur eine Teilwelle.
Wird sie dagegen viel breiter — etwa über 300 % —, ist sie wahrscheinlich eine übergeordnete Korrektur höheren Grades. Das Zeitmaß trennt die Ebenen.
Drei Leitgedanken, die alles zusammenhalten.
Antrieb (IMP, LDT, EDT) bewegt mit dem Trend; Korrektur (OZ, FL, HT + komplex) dagegen.
DZ/TZ dehnen in den Preis (tief), D3/T3 in die Zeit (breit). Zwei Dimensionen der Komplexität.
Verwandte Wellen ähneln sich (AB=CD, 3≈C). Das Zeitverhältnis W4÷W2 verrät den Wellengrad.