Der Zigzag ist die schärfste Korrektur — ein klarer, dreiteiliger Gegenstoß zum Trend. Drei Wellen, beschriftet A-B-C, in der Unterteilung 5-3-5. Wo Flats und Dreiecke seitwärts laufen, schneidet der Zigzag steil und entschlossen gegen die Bewegung.
Der Zigzag ist eine dreiteilige Korrektur in der Folge A-B-C. Welle A und Welle C sind Antriebswellen (je fünf Teilwellen), Welle B ist eine Korrektur (drei Teilwellen). Im Bullenmarkt zeigt er nach unten, im Bärenmarkt nach oben — stets gegen den übergeordneten Trend.
Unter den drei Grundtypen der Korrektur — Zigzag, Flat und Dreieck — ist der Zigzag der steilste. Er holt am meisten vom vorangegangenen Trend zurück und wirkt entschlossen.
Erkennungsmerkmal ist die Fünf-Drei-Fünf-Struktur: Eine korrektive Welle, deren A und C selbst antreibende Fünfer sind, ist ein Zigzag — kein Flat (dort wäre A ein Dreier).
Das Innenleben verrät den Zigzag: Welle A unterteilt sich in fünf, Welle B in drei, Welle C wieder in fünf. Schalten Sie die Unterteilung ein und sehen Sie die Antriebswellen in A und C.
Weil A und C fünfteilige Antriebswellen sind, fühlt sich der Zigzag „motorisch" an — er bewegt den Markt deutlich. Genau das unterscheidet ihn vom Flat, dessen Welle A nur ein Dreier ist und der deshalb seitwärts wirkt.
Welle A kann selbst ein Impuls oder ein führendes Diagonal sein; Welle C ein Impuls oder ein endendes Diagonal — die Bausteine aus dem vorigen Kapitel kehren hier wieder.
Zwei verlässliche Beobachtungen: Welle B holt typischerweise nur einen Teil von Welle A zurück und überschreitet nie deren Start. Welle C dagegen führt fast immer über das Ende von Welle A hinaus. Ziehen Sie Welle B.
Holt Welle B mehr als 100 % von Welle A zurück — überschreitet sie also den Startpunkt von A —, ist es kein Zigzag mehr. Dann liegt eher ein Flat oder eine andere Korrektur vor.
In flachen B-Wellen (z. B. nur 38–61 % Retracement) ist der Zigzag besonders „rein". Tiefe B-Wellen deuten dagegen oft auf einen Flat hin.
Im Zigzag misst Welle C häufig genau so viel wie Welle A, gelegentlich das 1,618-fache. Diese Verhältnisse geben Kursziele. Stellen Sie das Verhältnis ein — die typischen Fibonacci-Marken sind hervorgehoben.
Die gängigsten Verhältnisse sind C = 0,618 × A (kürzere C), C = A (Gleichheit, am häufigsten) und C = 1,618 × A (gestreckte C). Sie liefern konkrete Zielzonen für das Ende der Korrektur.
Weil Welle C meist über das Ende von Welle A hinaus läuft, markiert ihr Abschluss in der Regel den Tiefstpunkt der gesamten Zigzag-Korrektur.
Mindestregel: Welle C muss mindestens 70 % von Welle B betragen (Preisstrecke). Zudem sind Welle A und Welle C Antriebswellen: A ist ein Impuls oder eine führende Diagonale, C ein Impuls oder eine endende Diagonale.
Manchmal reicht ein Zigzag nicht aus, um die Zeit zu „verbrauchen". Dann reihen sich zwei (oder selten drei) Zigzags aneinander, verbunden durch eine Zwischenwelle X. Umschalten:
Ein doppelter Zigzag besteht aus zwei Zigzags (W und Y), getrennt durch eine korrektive Welle X. Das Ganze wirkt wie eine längere, tiefere Treppe nach unten.
Solche zusammengesetzten Korrekturen treten auf, wenn eine einzelne Formation die Korrektur zeitlich nicht ausfüllt. Dreifache Zigzags (W-X-Y-X-Z) sind möglich, aber selten.
Drei Merkmale, an denen Sie ihn erkennen.
Drei Wellen. A und C sind Fünfer (Antrieb), B ist ein Dreier (Korrektur).
Welle B holt nur einen Teil zurück und überschreitet nie den Beginn von Welle A.
Welle C führt fast immer über das Ende von A — oft C = A oder 1,618 × A.