EWADE
II 4 · Korrektur 4.1 — Zigzag Live
№ 004.01 — DE
← Aus dem Kapitel „Motive Wellen"
Korrekturwelle · Lehrstück

Der Zigzag.

Der Zigzag ist die schärfste Korrektur — ein klarer, dreiteiliger Gegen­stoß zum Trend. Drei Wellen, beschriftet A-B-C, in der Unterteilung 5-3-5. Wo Flats und Dreiecke seitwärts laufen, schneidet der Zigzag steil und entschlossen gegen die Bewegung.

Lesedauer7 Min.
StrukturA-B-C · 5-3-5
Interaktiv4 Module
Abb. 1 · Zigzag im Bullenmarkt (Korrektur abwärts)
SVG · 600×450
00Definition

Drei Wellen, ein scharfer Schnitt.

Der Zigzag ist eine dreiteilige Korrektur in der Folge A-B-C. Welle A und Welle C sind Antriebs­wellen (je fünf Teilwellen), Welle B ist eine Korrektur (drei Teilwellen). Im Bullenmarkt zeigt er nach unten, im Bärenmarkt nach oben — stets gegen den übergeordneten Trend.

Zigzag im Kontext

Korrektur gegen den Aufwärts­trend

Die schärfste Korrektur

Unter den drei Grund­typen der Korrektur — Zigzag, Flat und Dreieck — ist der Zigzag der steilste. Er holt am meisten vom vorangegangenen Trend zurück und wirkt entschlossen.

Erkennungs­merkmal ist die Fünf-Drei-Fünf-Struktur: Eine korrektive Welle, deren A und C selbst antreibende Fünfer sind, ist ein Zigzag — kein Flat (dort wäre A ein Dreier).

„Ein Zigzag ist eine dreiwellige, abwärts gerichtete Korrektur­formation, beschriftet A-B-C, mit der Unterteilung 5-3-5." — Elliott Wave Principle
01Aufbau

Die 5-3-5-Struktur.

Das Innenleben verrät den Zigzag: Welle A unterteilt sich in fünf, Welle B in drei, Welle C wieder in fünf. Schalten Sie die Unterteilung ein und sehen Sie die Antriebs­wellen in A und C.

A-B-C zerlegt

Bullenmarkt · abwärts
5-3-5. Welle A (fünf) und Welle C (fünf) treiben gegen den Trend; Welle B (drei) ist die kurze Gegen­bewegung dazwischen.

Warum A und C Fünfer sind

Weil A und C fünf­teilige Antriebs­wellen sind, fühlt sich der Zigzag „motorisch" an — er bewegt den Markt deutlich. Genau das unterscheidet ihn vom Flat, dessen Welle A nur ein Dreier ist und der deshalb seitwärts wirkt.

Welle A kann selbst ein Impuls oder ein führendes Diagonal sein; Welle C ein Impuls oder ein endendes Diagonal — die Bausteine aus dem vorigen Kapitel kehren hier wieder.

„In Wellen A und C steckt der Antrieb des Zigzags — beide unterteilen sich in fünf." — Frost & Prechter
02Verhalten

Welle B bleibt flach, Welle C läuft weiter.

Zwei verlässliche Beobachtungen: Welle B holt typischerweise nur einen Teil von Welle A zurück und überschreitet nie deren Start. Welle C dagegen führt fast immer über das Ende von Welle A hinaus. Ziehen Sie Welle B.

Retracement von Welle B

Interaktiv · Slider
Welle B — Retracement von Welle A 50 %
Typischer Zigzag. Welle B holt rund die Hälfte von Welle A zurück. Welle C führt über das Ende von A hinaus.

Die Grenze von Welle B

Holt Welle B mehr als 100 % von Welle A zurück — überschreitet sie also den Start­punkt von A —, ist es kein Zigzag mehr. Dann liegt eher ein Flat oder eine andere Korrektur vor.

In flachen B-Wellen (z. B. nur 38–61 % Retracement) ist der Zigzag besonders „rein". Tiefe B-Wellen deuten dagegen oft auf einen Flat hin.

„Welle B endet stets deutlich unterhalb des Beginns von Welle A — andernfalls ist es kein Zigzag." — Elliott Wave International
03Fibonacci

Welle C und Welle A — oft gleich lang.

Im Zigzag misst Welle C häufig genau so viel wie Welle A, gelegentlich das 1,618-fache. Diese Verhältnisse geben Kursziele. Stellen Sie das Verhältnis ein — die typischen Fibonacci-Marken sind hervorgehoben.

Verhältnis Welle C ÷ Welle A

C = A · 1,00×
Länge Welle C relativ zu Welle A 1,00×
C = A. Das häufigste Verhältnis im Zigzag: Welle C ist genauso lang wie Welle A.

Drei verbreitete Marken

Die gängigsten Verhältnisse sind C = 0,618 × A (kürzere C), C = A (Gleichheit, am häufigsten) und C = 1,618 × A (gestreckte C). Sie liefern konkrete Ziel­zonen für das Ende der Korrektur.

Weil Welle C meist über das Ende von Welle A hinaus läuft, markiert ihr Abschluss in der Regel den Tiefst­punkt der gesamten Zigzag-Korrektur.

Mindestregel: Welle C muss mindestens 70 % von Welle B betragen (Preisstrecke). Zudem sind Welle A und Welle C Antriebs­wellen: A ist ein Impuls oder eine führende Diagonale, C ein Impuls oder eine endende Diagonale.

„Im Zigzag ist Welle C typischerweise so lang wie Welle A — oder ein Fibonacci-Vielfaches davon." — Frost & Prechter
04Varianten

Einfach, doppelt — und dreifach.

Manchmal reicht ein Zigzag nicht aus, um die Zeit zu „verbrauchen". Dann reihen sich zwei (oder selten drei) Zigzags aneinander, verbunden durch eine Zwischen­welle X. Umschalten:

Zigzag-Variante

Einfacher Zigzag
Einfacher Zigzag. Eine einzelne A-B-C-Folge — die Grundform.

Die Verbindungs­welle X

Ein doppelter Zigzag besteht aus zwei Zigzags (W und Y), getrennt durch eine korrektive Welle X. Das Ganze wirkt wie eine längere, tiefere Treppe nach unten.

Solche zusammengesetzten Korrekturen treten auf, wenn eine einzelne Formation die Korrektur zeitlich nicht ausfüllt. Dreifache Zigzags (W-X-Y-X-Z) sind möglich, aber selten.

„Doppelte und dreifache Zigzags sind Aneinander­reihungen einfacher Zigzags, verbunden durch eine Welle X." — Elliott Wave Principle
05Merksätze

Der Zigzag auf einen Blick.

Drei Merkmale, an denen Sie ihn erkennen.

01
A-B-C · 5-3-5

Drei Wellen. A und C sind Fünfer (Antrieb), B ist ein Dreier (Korrektur).

02
B bleibt unter dem Start von A

Welle B holt nur einen Teil zurück und überschreitet nie den Beginn von Welle A.

03
C läuft über A hinaus

Welle C führt fast immer über das Ende von A — oft C = A oder 1,618 × A.

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Ending Diagonal
Letztes Kapitel: das endende Diagonal.
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Doppelter Zigzag
Zwei Zigzags, verbunden durch die Welle X (W-X-Y).