Nicht jede Trading Range ist ein Boden oder ein Top. Mitten im Trend hält der Markt inne — und sammelt entweder Kraft für die Fortsetzung (Re-Akkumulation) oder verteilt heimlich zur Wende. Beide sehen zunächst gleich aus. Sie zu unterscheiden ist die schwierigste, wertvollste Kunst.
Im Aufwärtstrend bedeutet eine Seitwärtsphase entweder, dass der Composite Man weiter einsammelt (Re-Akkumulation, danach geht es höher) — oder dass er beginnt zu verteilen (Distribution, danach dreht der Markt). Dieselbe Frage spiegelt sich im Abwärtstrend: Re-Distribution oder Akkumulation?
Pause zum Nachladen. Der Trend setzt sich nach oben fort.
Heimliche Verteilung. Der Trend dreht nach unten.
Pause zum Weiterverteilen. Der Fall setzt sich fort.
Heimliches Einsammeln. Der Markt dreht nach oben.
Hier steigt der Markt in eine Range. Wählen Sie den Ausgang — und beobachten Sie die verräterischen Unterschiede in Verhalten und Volumen, die ihn schon vor dem Ausbruch andeuten.
Im Zweifel gilt: Der Trend bleibt intakt, bis das Gegenteil bewiesen ist. In einer Re-Akkumulation darf es Springs geben, aber keine echten Sign of Weakness; die Tiefs steigen, das Volumen versiegt an den Tiefs.
Sobald ein klares SOW mit weiter Spanne und hohem Volumen die Range nach unten bricht, ist aus der vermeintlichen Pause eine Distribution geworden. Dann gilt das Schema aus Lektion 05.
Kein einzelnes Signal ist sicher — aber die Summe der Hinweise kippt die Wahrscheinlichkeit. Lesen Sie Volumen, Spanne und Reaktion auf Tests.
Drei Gedanken zur Range im Trend.
Behandeln Sie eine Pause im Trend zunächst als Fortsetzung — die Beweislast liegt bei der Wende.
Wo das Volumen sitzt — an Hochs oder Tiefs — zeigt, ob gesammelt oder verteilt wird.
Erst ein klarer Bruch mit Volumen und weiter Spanne macht aus der Pause eine Wende.